Das Konzept der Weiterbildung “Systemische Beratung” in zwei Modulen entspricht den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft (SG).
Leitung:
Traumatisierte Menschen haben eigene Überlebensstrategien entwickelt, um erlebtes Grauen zu überstehen. Diese gilt es, in ihrer Funktion und Auswirkung zu verstehen, um ihnen fachlich angemessen begegnen zu können. Das Wissen um Folgen von Traumatisierungen und biografischen Belastungen bietet dem Berater die Basis für eine wertschätzende und verstehende Haltung, die für den Betroffenen einen sicheren Rahmen schaffen kann, der den Aufbau eines positiven Selbstbildes ermöglicht. Die Beschäftigung mit den Ressourcen und Resilienzen der Klienten lassen so ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein wachsen und ermöglichen ihnen, ihr belastendes Verhalten im Kontext seiner Notwendigkeit zu reflektieren und alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.
Die BeraterInnen erfahren, was im Kopf und im Körper, insbesondere bei Stress und Trauma passiert. Sie lernen ihre eigenen Stressreaktionen zu verstehen. Hierdurch können sie Verhaltensweisen unter der Perspektive betrachten, dass diese individuell entwicklungsbiologisch hoch sinnhaft sind. Dies gilt sowohl für das Verhalten der traumatisierten Klienten als auch für das Verhalten von nahen Angehörigen bzw. anderer wichtiger Bezugspersonen, KollegInnen und bei sich selbst.
Datum: 27. – 29. Januar 2017 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr
Ort: Lüneburg
Dozenten: Heidrun Girrulat
Das Erlernen einer psychotherapeutischen Methode ist seit Sigmund Freud und Virginia Satir mit dem Anspruch verbunden, Psychotherapieverfahren auch durch eine therapeutische Reflexion der eigenen Biografie und der eigenen Familiengeschichte zu erfahren.
In diesem Seminar haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre mehrgenerationale Familiengeschichte in ihrer Bedeutung für die eigene Lebensentwicklung zu betrachten, um so möglicherweise Entwicklungen neu zu verstehen. Dabei werden auch die Einflüsse der zeitgeschichtlichen Faktoren auf die Entwicklung des jeweiligen Systems der Generationen beachtet. Methodisch werden wir die Familienrekonstruktion so anwenden, wie sie von Virginia Satir (in enger Kooperation mit Moreno) entwickelt wurde und die u. a. in dem Buch von Rudolf Kaufmann beschrieben ist.
Datum: 3. – 7. Mai 2017 (5 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
2. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
3. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
4. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
5. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr
Ort: Bassum, Tagungshaus „Die Freudenburg“ (Die Übernachtung im Tagungshaus ist verbindlich)
Leitung: Heidrun Girrulat
Hinweis: Dieses Seminar ist nach den Niedersächsisches Bildungsurlaubsgesetz (NBildUG) als Bildungsurlaub anerkannt.
Die Akkreditierung der Veranstaltung bei der Ärztekammer Niedersachsen unter der Veranstaltungsnummer 2760302014208840002 mit 55 Fortbildungspunkten anerkannt und bei der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen zur Akkreditierung angemeldet.
Der systemische Ansatz ermöglicht, die Beteiligten in ihren Positionen, ihren Wertesystemen, ihren Lernprozessen und Verhaltensrollen zu verstehen. Dadurch kann der /die PaartherapeutIn die wesentliche Aufgabe leichter erfüllen, nämlich die oft festgefahrenen Konflikte
Der Altmeister des systemischen Ansatzes, Heinz von Förster, lehrte: “Wir finden die Welt nicht, sondern erfinden sie. Wahrnehmen und Erkenntnis sind nicht abbildende, sondern erzeugende Tätigkeiten.”
Datum: 27. – 30.04.2018 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr
Ort: Lüneburg
Dozenten: Rudolf Kaufmann, Heidrun Girrulat, Ruthard Stachowske
Dauer des Ergänzungscurriculums: 1 ½ Jahre
12 Seminartage
10 Tage Supervision
30 Unterrichtstunden Peergruppenarbeit
100 Stunden nachgewiesene Praxis
30 Stunden Literaturstudium
Abschlussarbeit
Supervision hat im Modul 2 einen hohen AusbildungsantelIn allen Seminaren sind praxisrelevante Fallarbeiten und Supervisionen möglich.
Abschluss-Kolloquium für die Weiterbildung Systemische Familienberatung: 1 Tag
Beratungsprozesse vorstellen und darstellen, Evaluation von Beratungsprozessen, Abschiedsritual und Zertifikatsübergabe
In der Supervision wird während der Ausbildungszeit die systemtherapeutische Arbeit der TeilnehmerInnen in Exzerpt- und Livesupervisionen durch einen Lehrdozenten supervidiert.
In der Intervisionsgruppe findet kollegialer Austausch der TeilnehmerInnen sowie die Auswertung ihrer systemtherapeutischen Arbeit statt. Die Intervisionsgruppe soll auch Unterstützung in der persönlichen Entwicklung sein. Gemeinsames Literaturstudium fördert die theoretische Diskussion und Kompetenz.
Parallel zur Ausbildung arbeiten die TeilnehmerInnen in ihrer beruflichen Praxis laufend mit Familien, Paaren oder anderen Systemen unter Eigen- und Intervisionsgruppenauswertung. Zum Abschluss der Ausbildung müssen 100 protokollierte systemberaterische Sitzungen nachgewiesen werden.
Die Weiterbildung wird mit einer Abschlussarbeit und einem nachfolgenden Kolloquium beendet. Danach erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat.
Das Institut ImFT ist Mitglied im Dachverband der Systemischen Institute in Deutschland – der Systemischen Gesellschaft (SG). Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Modul 2 besteht für die TeilnehmerInnen die Möglichkeit auch hier ein Zertifikat zu beantragen.
Es ist ein laufender Einstieg möglich. Bitte sprechen Sie uns an.
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Sprechen Sie uns bitte an, wir beraten Sie gerne zu möglichen Kostenzuschüssen.
Sie möchten die Ausbildungen Systemische Beratung und Traumapädagogik kombinieren? Einige Module können angerechnet werden, da sich die Inhalte bzw. die Ansätze jeweils decken. Bitte sprechen Sie uns an oder klicken Sie hier für eine Übersicht.