Das Seminar wird sowohl praktische als auch theoretische Inhalte haben. Methodisch werden wir in der Gesamtgruppe und in Kleingruppen arbeiten. Die Lerninhalte werden sowohl im Vortrag, durch gemeinsame Inhaltserarbeitung und über Selbsterfahrungsübungen vermittelt.
Video-Home-Training® ist ein methodisches Konzept zur Behandlung von Familien mit Erziehungsschwierigkeiten. Es wurde in den Niederlanden entwickelt und seit 1990 von SPIN Deutschland e.V. verbreitet und weiterentwickelt.
Ziel des Video-Home-Trainings® ist, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, eigene konstruktive Lösungswege zu entwickeln und durch sicheres Anwenden der Basiskommunikation für ihre Kinder zum Modell für einen befriedigenden Umgang miteinander werden.
Die Basiskommunikation gilt als Muster für gelungene Eltern-Kind-Kommunikation und bezieht sich auf alle Lebenszusammenhänge.
Die Videobilder bewirken, dass Familien schwierige Situationen verstehen können und sie bieten eine respektvolle Basis für gemeinsames Arbeiten und Handeln. Es werden gelungene Interaktionen und ihre Auswirkungen analysiert. Eltern lernen dabei ihre Kinder oft neu kennen.
Die gemeinsame Analyse der Videoaufnahmen zeigt Elemente einer gelungenen Kommunikation. Das Betrachten und Verstärken von gelungenem Kommunikationsverhalten ist ein wirksamer Lernprozess für die Eltern. Probleme werden zu Lernaufgaben umformuliert. Das gibt Problemdarstellungen eine konstruktive Wende und fokussiert auf eine Lösung hin. Das Negative wird geschwächt, indem das Positive gestärkt wird.
Das Menschenbild im VHT geht davon aus, dass alle Menschen Ressourcen haben, die es zu entdecken und zu entwickeln gilt. Eltern entdecken ihre eigenen Fähigkeiten wieder und setzen sie ein. Die konsequente Aktivierung der Ressourcen wirkt nachhaltig.
Die Verantwortlichkeit für die Familie bleibt bei den Eltern. Die Arbeit orientiert sich an der von den Eltern formulierten Hilfefrage, der Video-Home-Trainer respektiert die Wünsche und Entscheidungen der Eltern und versteht sich als kompetenter Begleiter.
Datum: 02.12. – 03.12.2016 (2 Tage), 16 Unterrichtsstunden
Ort: Lüneburg
Dozentinnen: Ute Pawelke, Heidrun Girrulat
210 €
Ute Pawelke
geboren 1966 in Dresden, Heilerziehungspflegerin, Systemische Beraterin und Familientherapeutin SG, Ausbildung in Video – Home – Training und zur ehrenamtliche Helferin im Hospizdienst, z. Zt. Studium Bildungswissenschaften FernUniversität in Hagen, seit 2005 Arbeit in der Frühförder- und Frühberatungsstelle CSW Dresden, Schwerpunkt auf Eltern- Kind- Bindung, Basiskommunikation, Heilpädagogik, Verhaltensmodifikation und TEACCH- Training für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und ähnlichen Kommunikationsschwierigkeiten, Video-Interaktionsberatung und Weiterbildung bei Tagesmüttern
Heidrun Girrulat
examinierte Krankenschwester, Dipl. Sozialpädagogin,
integrative Gestalttherapie (Heel), Systemische Familientherapeutin (IFW, SG),
Systemische Lehrtherapeutin (SG), Traumatherapeutin (PITT, EMDR, EFT, SE),
Psychotherapeutin und appr. Kinder- und Jugendlichen- und Suchttherapeutin (VDR), EFT-Lehrtherapeutin, langjährige Erfahrungen in der Suchttherapie und insbesondere der Therapie von suchtkranken Eltern und ihrer Kinder. Leitung der Gruppe der Verwaisten Eltern in Lüneburg. Sie arbeitet als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis.
Telefon 04131 – 2197270
E-Mail: girrulat_at_imft.info